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Ja - Ich habe Angst und Ja - Ich habe Fehler gemacht

Kennen Sie einen Menschen, der frei ist von Angst? Frei von Fehlern? Ich kenne keinen persönlich. ABER Ängste und Fehler gehören zum Menschsein dazu. Angst dient dem Überleben. Und Fehler dem Wachstum. 

 

Schwierig wird es, wenn die Angst zu viel Raum in uns einnimmt. 

Wenn wir unsere Fehler nicht los lassen können. 

Wenn wir uns quälen mit Gedanken und Gefühlen.

Wenn wir uns nicht mehr befreien können aus dem Sumpf der negativen Einstellung, die automatisch kommt, wenn wir ständig unter Angst, Schuld und Versagen leiden.

 

Manchmal machen und sagen wir Dinge, die wir im nachhinein bereuen. Aber es wurde bereits in die Welt gebracht. Man kann es nicht mehr zurück nehmen. Es ist passiert. Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern. Und jetzt?

 

So ist es auch mit der Angst. Wir sehen, hören, denken, erfahren irgendetwas und plötzlich Panik! Plötzlich kann man nicht mehr richtig atmen, die Brust schnürt sich zu. Der Puls rast. Und am Schlimmsten ist, wir reagieren nur noch. Wir haben in diesem Moment keine Macht über die Situation.

 

In meiner Jugend und auch später noch hatte ich oft Panikattacken. Ich litt stark unter "Kopfangst", so nenne ich das immer. Ich habe mir Dinge vorgestellt, vor denen ich Angst hatte, die ich befürchtet hatte und eventuell passieren könnten. Ich habe alle meine Fehler immer wieder hochgeholt und bin sie durchgegangen. Habe mich gequält mit Fragen: "Wieso hast du das so gesagt?", "Warum hast du das so gemacht?", usw.

 

Wer das kennt, weiß, wie zermürbend das ist. 

Damals fing ich genau wegen dieser Gründe irgendwann an mich trotz großer Skepsis mit Schamanischer Heilarbeit zu beschäftigen. Ich war nach der Berufsschule erst einmal Arbeitslos und hatte kein Geld. trotzdem konnte ich dank der Unterstützung meiner Eltern an Kursen und Behandlungen teilnehmen.

 

Ich erinnere mich immer noch gut an meine erste Behandlung. Ich dachte die ganzen 90 Min. nur daran, dass dieser Mensch mich veräppelt, mein Geld will und diese Zeit total sinnlos ist. Aber ich wusste damals nicht, wie ich mir helfen konnte. Ich hatte Angst vor dem Kontakt mit Menschen. Wie sollte ich also ein Bewerbungsgespräch führen? Also zog ich es durch. Und ab da wurde es besser. Es dauerte noch einige Jahre bis ich soweit war, dass ich meine Angst, meine Schuld und meine Sorgen bewusst steuern konnte. Und es kommen  heute noch Momente, in denen sie hochkommen. Aber ich habe für mich Wege gefunden, die mir helfen. Ich habe nie aufgehört zu suchen. Ich wollte und konnte nicht akzeptieren, dass ich nie glücklich sein kann. Für was sollte ich dieses Leben dann weiter führen? Ich habe mich in alle Möglichen Bereiche eingelesen und Kurse besucht. Dabei habe ich auch vieles kennen gelernt, bei dem ich froh war, dass ich meine Skepsis nie ganz losgelassen habe. Aber ich habe probiert und das los gelassen, was mir nichts brachte, sowie das behalten, das mir half.

 

Und falls Sie jetzt denken: Ich suche auch was, dann möchte ich gerne mit Ihnen teilen, was mir geholfen hat. Es kann sein, dass Sie damit nichts anfangen können, oder es als Blödsinn abtun. Aber ich kann Ihnen nur den Tipp geben: Seien Sie offen, probieren Sie es und wenn es Ihnen nicht hilft, dann haben Sie es wenigstens probiert.

 

Was mir half:

  • Meditation - Lernen die Gedanken bewusst wahrzunehmen und zu erkennen, dass wir die meiste Zeit totalen Unsinn denken.
  • Yoga - Durch Körperübungen ins Jetzt kommen. Dadurch höre ich auf über Vergangenheit und Zukunft nachzudenken.
  • Die eigenen Glaubenssätze hinterfragen und verändern
  • Die Kindheit verstehen, denn dort liegen Erfahrungen und Prägungen
  • Disziplin - Immer wenn ich merke, dass gerade in mir etwas passiert, das ich nicht möchte, schaue ich: Wieso es passiert, Was es mit mir zu tun hat, Woher es kommt, Wie es sich anfühlt und welche Entscheidung ich jetzt treffen muss
  • Akzeptanz - Dinge die ich nicht ändern kann, egal was ich tue
  • Loslassen - Das was ich nicht ändern kann, dieser Ballast, der muss weg von mir, denn niemandem, vor allem mir selbst, bringt es etwas, das ich dies mit mir trage
  • Einen sicheren Platz schaffen - Ein Rückzugsort. WO kann ich entspannen?
  • Beobachter werden
  • Verantwortung übernehmen 

 

Ich freue mich, wenn Ihnen diese Impulse helfen konnten und wünsche Ihnen, dass auch Sie mehr Ruhe & Frieden in Ihrem inneren und in Ihrem Leben finden können. Ich bin der Meinung, dass wir alle das Recht haben uns gut zu fühlen. Klar kann man das nicht 24 Stunden, ein Leben lang. Aber die guten Momente sollen doch wenigstens die schweren Momente ausgleichen, wenn nicht sogar überwiegen. 

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Lebensweg

 

Namaste Alisha

 

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